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von der Zehntscheuer bis zum Wilden Stier

Die Grafen von Fürstenberg unterhielten zur Aufbewahrung ihres ausgedroschenen Getreides in der Stadt einen Fruchtkasten. Vor 1455 dürften sie mit dem Kasten auch eine Scheuer zum Einlagern der Zehntgarben angekauft oder neu gebaut haben. Das Gebäude Kirchenstrasse 9 ist die letzte 1842 von der Herrschaft beräußerte Zehntscheuer.:

1455 Die Hälfte des dem Hause Fürstenberg zustehenden Kornzehenten von Löffingen brachte nur 16 Malter Vesen ein (FUB 3;325).
1484 Dreißig Jahre später wird der Zehentertag mit 50 Maltern alljährlich angegeben (FUB 7;190)
1491 Eine weiter Steigerung auf 60 Malter ist verzeichnet (FUB 4;130).
1584 In der Scheuer wird der große Kornzehnt und der halbe Teil des Kleinzehnten eingelagert. Zur selben Zeit wird eine neugemachte Zehntscheuer mit Stallung erwähnt (FUB 7;190). Die Stadt ist am 4.07.1571 völlig niedergebrannt. Die Zehntscheuer ist mit in den Flammen aufgegangen.
1638 Den 8.08.1638 hat der herrschaftliche Vogt vor der Gemeinde vorgebracht, daß man den Zehnten der Herrschaft soll treschen um denselben Lohn vom Malter wie man ihn diesem gegeben hat. Hiergegen klagten die Tagelöhner, daß sie im Sommer nit wie im Winter das Malter (mit 100kg) um drei Batzen (12 Kreutzer) treschen künnten.
Die im Spätsommer eingebrachten Garben mußten in der Scheuer auf dem Stock erst jäsen (d.h. ausschwitzen) und gären. Sie ließen sich dann im Winter bei möglichst großer Kälte mit dem Flegel leichter ausdreschen.
Der fürstenbergische Herr Schaffner (Lukas Heitzmann) hat die Tagelöhner angehalten, weil sie der Herrschaft nit dreschen wollen den Zehnten, sollen sie die Rübenfelder und den Allmend der Stadt verlieren (Gemeindprotokoll 1636-44; S32
1746 Die Gemeinde liefert 30 Stamm Bauholz für die Zehntscheuer. Es galt vermutlich einem Neubau unter dem tatkräftigen Fürsten Josef Wilhelm Ernst (1744-62). Der heutige Bau dürfte aus dieser Zeit stammen.
1839 Der Zehnt ist abgelößt und wurde zum letzten mal eingezogen.
1842

Herr Rentmeister Wohnlich verkauft am 2. August im Namen der Standesherrschaft Fürstenberg an Johann Thoma, Posthalter und Löwenwirt, eine zweistöckige aus Stein erbaute Scheuer in der Stadt zwischen Mathias Bader, Jakob Mayer und Mathias Bausch für 2000 Gulden (Gewährsbuch 1842)

die ehemalige Fürstenbergische ZehntscheuerBeim Großbrand vom 8.03.1842 in der Hafnergaß ist die Scheuer beschädigt worden. Sie blieb nach dem Verkauf über 40 Jahre beim Gasthof Löwen. Über den jüdischen Gütermakler Abraham Rosenthal wechselte der Bau 1887 an den Sonnenwirt Max Frei. Von ihm kaufte ihn der Löwenwirt Wilhelm Jordan zurück. Er veräußerte die Löwenschiier 1933 an den Viehhändler Karl Krieg

2007 haben wir, Alexandra und Peter Faißt, die ehemalige Zehntscheune erworben und über die Jahre hinweg liebevoll restauriert.

die ehemalige Fürstenbergische Zehntscheuer 2007

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